• Das Erlebnis Paragliding

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Abheben in Lykien 22. Feb. 2013

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Das Erlebnis Paragliding

Paragliding am Babadag

Der Weg ist eher ein Pfad. Über Stock und Stein muss man gehen, will man dem nahe kommen, was Pinara ausmacht. Es gibt viele historische Orte im Hinterland der Lykischen Küste, doch Pinara gehört zu den eindrucksvollsten.   Axel Scheibe

Unser Auto steht auf dem Parkplatz oberhalb des Dörfchens Minareköy. Die Sonne brennt unbarmherzig vom Himmel. Wasser und Kopfbedeckung sind also ein Muss. Doch so ausgerüstet lohnt sich das Klettern durch die grandiose Felslandschaft. Immer wieder trifft man auf mächtige Sarkophage und die Felswände erinnern an Schweizer Käse, weil dort Hunderte von Gräbern in den Stein gemeißelt wurden. Reste der Stadtmauer, der Agora, und des Stadttores zeugen davon, dass die Menschen nicht nur ihren Toten eine Stadt bauten, sondern auch selber hier lebten. Der beeindruckende Blick auf das perfekt in die schroffe Landschaft eingefügte Theater mag schon vor über 1000 Jahren Besucher begeistert haben. Für den Abstecher nach Pinara sollte man schon ein wenig Zeit einplanen. Während an den Küstenabschnitten zwischen Antalya und Alanya fast jedes Plätzchen in Strandnähe von großen Hotelbauten belegt ist, findet man in Lykien noch richtig einsame Strandabschnitte, wie den kilometerlangen Sandstrand von Patara. Dünen aus feinstem Sand so weit das Auge reicht. Und natürlich sind auch hier – wie könnte es in Lykien anders sein – ein paar „alte Steine“ versteckt.

Am berühmten Strand von Ölüdeniz in der Nähe von Fethiye, in nicht weniger eindrucksvoller Landschaft, haben sich bereits zahlreiche größere Ferienanlagen angesiedelt. Kein Wunder – Wasser und Strand sind traumhaft und die vorgelagerte Inselwelt lädt zu interessanten Bootstouren ein.

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Anreise zum Start

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Vorbereitungen

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Start vom Babadag

Wer aber den wirklich ultimativen Kick und das beeindruckendste Panorama erleben will, ist hier richtig. Direkt hinter der Küste erhebt sich ein fast 2.000 m hoher Gipfel – der Babadag (Vaterberg), eins der schönsten Paragliding-Reviere der Welt.

Anfänger beginnen mit einem Tandemsprung. Ein flaues Gefühl im Magen gehört wohl dazu. Im niedrigen Gang, über Stock und Stein, kämpft sich der offene Landrover den ausgefahrenen Weg am Berg hinauf. Auf den harten Pritschen der Ladefläche haben es sich sechs Passagiere mehr oder minder bequem gemacht. Auf dem Dachgepäckträger türmen sich mächtige Säcke und vorn, auf den beiden Sitzreihen im Cockpit, nutzen die meisten der Tandempiloten die Fahrt zu einem kleinen Nickerchen.

Endlich, 40 Minuten sind vergangen, hält der Jeep. Der Blick schweift über die wilde Bergwelt und das Meer, das verführerisch in der Sonne glitzert und dessen Blau nur von den zahlreichen Inseln und einzelnen kleine Booten unterbrochen wird. Die Piloten beginnen mit der Vorbereitung. Jeder Passagier erhält Overall, Handschuhe, Helm und letzte Instruktionen. Die künftigen „Copiloten“ wirken angespannt. Mit den Gedanken sind sie wohl bereits beim Start, der schwierigsten Phase des Fluges. Schnell liegen die ersten beiden Gleitschirme zum Start ausgebreitet und die Passagiere werden mit ihren Piloten fest verkoppelt.

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Ein besonderes Erlebnis

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Die lykische Küste

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Über die Küste gleiten

Emrah Yilman, mit über 6.000 Flügen der erfahrenste Pilot und ehemaliger Fallschirmspringer, schaut nach dem Windsack. In dem Moment reißt eine Windböe mit einem kurzen Ruck den Schirm vom Boden. Emrah gibt das Startkommando, ein scharfes „Go“, und läuft gemeinsam mit mir, seinem Vordermann, mit kräftigen Schritten den steilen Hang hinab. Der Weg führt ins Leere, doch es bleibt keine Zeit, um Angst zu haben. Vier Schritte, fünf Schritte – schon heben wir sanft vom Boden ab und gleiten, getragen von der Thermik, in den blauen Himmel hinein. Der Traum vom Fliegen wird wahr. So ähnlich muss sich Ikarus gefühlt haben, ehe ihn sein Übermut zu nah an die Sonne getrieben hat. Mit dem sanften Aufwind steigen wir langsam höher. Sind es die Endorphine, das traumhafte Wetter oder eine Kombination aus beidem, die für das ungeahnte Glücksgefühl in 2.000 m Höhe sorgen? Weit zieht der Gleitschirm seine Bahn. Hinaus über das weite, blaue Meer steuert Emrah sein Fluggerät. Unten in der Tiefe glitzern die Wellen. Die Hotelkomplexe in der Bucht von Ölüdeniz sehen aus wie Architekturmodelle. Überall sind die anderen Gleitschirme wie bunte Farbtupfer am Himmel verteilt, manche vollführen waghalsige Flugmanöver.

30 Minuten später setze ich mit meinem erfahrenen Piloten punktgenau und butterweich auf dem schmalen Landstreifen zwischen dem Lykia World Resort und dem Meer auf und strahle mit der Abendsonne um die Wette. So faszinierend habe ich die Lykische Küste vorher noch nie erlebt!

 

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